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Heute: leckeres und gesundes Kräuteröl
Kochen mit Giersch: Das verteufelte Unkraut

Heute: leckeres und gesundes Kräuteröl: Kochen mit Giersch: Das verteufelte Unkraut
Öl, ein wenig Bärlauch und etwas Wildgemüse names Giersch - draus kann man ein leckeres Pesto machen. FOTO: Grammatikou
Meerbusch.. Es wurde wieder gekocht in der Bösinghover Abenteuerküche von Ernährungsberaterin Petra Gesthuysen-Mieden. Dabei muss es nicht immer kompliziert sein, um etwas gesundes zu kochen. Zwar sind alle unsere Gerichte, die wir bisher zusammen mit Petra Gesthuysen-Mieden gekocht haben, relativ einfach, lecker und vor allem gesund - aber dieses Gericht g geht es wirklich schnell. Auf der Tageskarte stand diesmal "Kräuteröl" oder Pesto - doch zwischen den beiden gibt einen Unterschied - wie die Ernährungsberaterin weiß.

 

"Zum Pesto gehören eigentlich noch Nüsse und Käse. Wir nehmen aber nur Öl, Salz und Kräuter, weil sich dadurch die Haltbarkeit verlängert. Aber mit Nüssen und Käse abgeschmeckt, kann es jeder für sich ganz individuell machen."
Für das Kräuteröl benutzen wir ein besonderes Kraut, das von Gärtnern vor allem als "verteufeltes Unkraut" bekannt ist. Gemeint ist der Giersch. Giersch ist aber tatsächlich ein bekömmliches Wildgemüse. Außerdem sagt man dem Kraut nach, das es zur Linderung der Schmerzen bei Rheumatismus und Gicht beitragen soll.
Doch in der Abenteuerküche geht es erstmal ums leckere und gesunde Essen. "Im Garten ist der Giersch ein Fluch - am besten einfach pflücken und in den Salat geben oder Pesto draus machen oder zum Spinat", sagt Petra Gesthuysen-Mieden. Außerdem sollte man den Giersch im besten Fall morgens sammeln. "Er besitzt viele Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe - viel mehr, als ein gewöhnlich gekaufter Salat", so die Ernährungsberaterin. Vom Geschmack her kommt der Giersch sehr nah an die Karotte.
Um das Kräuteröl zu verfeinern, kann man etwas Bärlauch dazu geben.


"Der Bärlauch wird grob zerhackt. Diesen und den Giersch zusammen in ein Gefäß legen und grobes Meersalz hinzugeben. Das ganze mit Olivenöl begießen und pürieren. Schrittweise vorgehen und solange pürieren, bis man eine schöne Paste hat", erklärt Petra Gesthuysen-Mieden.
Das fertige Kräuteröl in verschließbare Gläser abfüllen und vor dem Verschließen noch mit einem Schuss Öl benetzen.


Das Kräuteröl kann man zu allerlei Gerichten nutzen - Nudeln, Fisch, Fleisch. Was einem schmeckt. Wer ein Pesto machen will, gibt Nüsse und Parmesankäse dazu. "Wichtig: die abgefüllten Gläser in den Kühlschrank geben und immer wenn man etwas benutzt hat, vor dem Verschließen mit Öl benetzen. So hält sich das Kräuteröl sehr lange und schmeckt frisch, gut und ist zudem gesund."