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Britains Brexit, EUs Exit?

Quo vadis Groß Britannien? Quo vadis Europäische Union? Diesen Freitag war Europa in der Schockstarre. Die Briten, das kleine Inselvölkchen, hat der EU den Rücken gekehrt und in einem Volksentscheid darüber abgestimmt, aus der Europäischen Union auszutreten.

 


Und jetzt? Jetzt ist guter Rat teuer - richtig teuer. Die Börse reagierte sofort und Investoren zogen erstmal die Gelder aus der Insel ab. Quasi "Safty First" für Investoren und Anleger. Doch was bedeutet das für die EU, vor allem für die Menschen in der Union?


Große Reden angeschlagener Politiker helfen da nicht wirklich viel. Mehr denn je brauchen die Menschen jetzt eine starke politische Führung - in der gesamten EU. Eine Führung und Politik, die sich vor allem den Menschen in der EU widmet - und nicht den vermeintlichen Vorteilen einzelner Parteien oder Politiker. Manch böse Zungen könnten behaupten, dass der Brexit eben die Konsequenz einer verfehlten EU-Politik sei. Der Brexit - er gießt Öl in das Feuer der Politiker wie Marine Le Pen (Frankreich) oder Geert Wilders (Niederlande), die große EU-Kritiker sind und sich durch den Brexit bestätigt fühlen. Muss die EU nun bangen, das andere Länder nachziehen? Man weiß es nicht - die Gefahr ist zumindest da.


Selbst unser Finanzminister Wolfgang Schäuble ermahnte erst in dieser Woche sinngemäß, dass man doch wieder Politik für die Menschen in der EU machen solle. Man hätte sich politisch zu sehr auf das Konstrukt EU fokussiert - und dabei die Menschen komplett aus dem Blick verloren. Eine Erkenntnis, die jetzt vielleicht zu spät sein könnte. Vielleicht ist es noch nicht zu spät für ein "EU exit" - aber es wird dringend Zeit, die Weichen neu zu stellen.

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