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Das stinkt doch zum Himmel...

Ob sich die Richter des Oberverwaltungsgerichtes mit der Tragweite ihrer Entscheidung zum Dieselfahrverbot in unseren Städten bewusst waren? Ich weiß es nicht. Fakt ist: Die Kuh ist jetzt auf dem Eis und nun wird erstmal geschaut, wie man sie da wieder runter bekommt und wem man die Schuld in die Schuhe schiebt?


Doch worüber reden wir hier eigentlich? Reden wir hier wirklich davon, dass unsere Leben durch die Dieselabgase bedroht ist? Wir alle - also alle, die einen Diesel fahren - daran Schuld tragen, dass die Polarkappen schmelzen und der Meeresspiegel steigt? Ehrlich jetzt? Sind wir das? Tragen wir die Schuld? Und darüber muss ein Oberveraltungsgericht tagelang in Beratung gehen? Schlimmer noch wurde jetzt bekannt, dass viele Messstationen in Großstädten ganz falsch platziert sind, die Messwerte also gar nicht stimmen!
Und während dessen macht sie niemand darüber Gedanken, dass beispielsweise die Massentierhaltung an erster Stelle steht, wenn es darum geht, CO2 in den Himmel zu blasen und natürliche Ressourcen zu verschwenden!

Und bevor Sie mir jetzt vorwerfen - da kommt er wieder mit seinem Vegetarier- oder Veganer-Quatsch... lassen Sie es mich an einem anderen Beispiel verdeutlichen: Die 15 größten Schiffe (fünfzehn!!!!) stoßen so viele Schadstoffe aus, wie 750 Millionen Autos in knapp 17 Jahren!Nur ein Beispiel!

Wir reden von Dieselfahrverboten und sauberer, reiner Luft in deutschen Städten, während vor unseren Grenzen bei Aachen im belgischen Huy mit dem Kernkraftwerk Tihange ein Atommeiler steht, der anscheinend kurz vor dem zerbersten ist. Im letzten Monat häuften sich die Prescursor-Fälle – so werden sogenannte Vorläuferereignisse für einen großen Atomunfall bezeichnet.


Aber egal. Nicht so schlimm. Für ein Unglück, das dem von Tschernobyl gleich kommen könnte, wurden ja prophylaktisch schon mal Jod-Tabletten verteilt. Wie beruhigend.
Was passiert da? Nix! Wäre ja auch zu kompliziert. Dann doch lieber Diesel-Abgase. Das ist einfacher und man kann den Bürger zur Kasse bitten. Ist ja schließlich für ein besseres Klima und für die Umwelt. Unter dem Aspekt wird's der deutsche Michel schon schlucken. Doch das Thema ist ja noch viel komplexer als das ich es hier in zwei Spalten zusammen fassen könnte. Eines ist aber ganz klar - das alles stinkt zum Himmel. Aber mächtig!

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