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Ein bisschen mehr Zeit für Glyphosat

Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich jetzt mit meiner Behauptung falsch liege. Also ich behaupte, wenn ich mir einer Sache oder einem Mittel unsicher bin, dann prüfe ich doch erstmal alle Umstände, um dann zu entscheiden, wie ich weiter vorgehe. Und in der Zeit der Prüfung lasse ich die Sache oder das Mittel ruhen, ohne das es irgendwie zum Einsatz kommt. Für mich klingt das logisch.

 


Die EU-Kommission handelt da aber wider jeglicher Logik - zumindest, wenn es sich um das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat handelt. Falls sie es nicht mitbekommen haben nochmal ganz klar: Beim Pflanzenschutzmittel Glyphosat sind sich die Experten nicht sicher, wie gefährlich dieses Mittel für den Menschen ist. Darum sollte es Ende Juni eigentlich verboten werden. Eigentlich. Denn die EU hat der Nutzung des Mittels jetzt ein weiteres Jahr Galgenfrist gewährt.


Bedeutet also: Obwohl man nicht weiß, wie gefährlich oder krebserregend das Mittel für den Menschen ist, lässt man es weiter zu. Also werden schön weiterhin die Felder mit diesem Mittel besprüht. Der normale Menschenverstand würde doch jetzt sagen: Stopp - solange wir nicht wissen, was damit ist, wird es erstmal weggelassen. Ist der EU-Kommission aber egal - wenn wir weiter glyphosatverseuchte Produkte zu uns nehmen. Einfach nur zum Kopf schütteln.