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Einen Neuanfang wagen

Einen Neuanfang wagen
Michael Hübner war 22 Jahre lang Gemeindepädagoge der Evangelischen Kirche in Lank. Jetzt möchte er was neues probieren.
Lank-Latum. Ganze 22 Jahre war Michael Hübner Gemeindepädagoge der Evangelischen Kirchengemeinde Lank. Jetzt verabschiedete er sich „... in ein neues Leben“. Von Kellys Grammatikou

Ein Abschied fällt oft schwer - auch für den 58-jährigen Michael Hübner, der vielen Menschen der Evangelischen Kirchengemeinde in Lank-Latum als beliebter Gemeindepädagoge in Erinnerung bleiben wird. Nach 22 Jahren Gemeindearbeit hat er seinen Job nun an den Nagel gehängt. „Ich bin ja nicht ganz weg - immerhin wohne ich ja in Lank-Latum“, sagt Michael Hübner. Er schmunzelt dabei. Trotzdem fiel ihm der Abschied und auch die Entscheidung dazu nicht leicht. „Natürlich gehe ich mit einem lachenenden und einem weinenden Auge“, ergänzt er. Die Arbeit in der Gemeinde, die Arbeit mit den Menschen in der Gemeinde habe ihm immer viel Spaß gemacht, sagt er. Geboren wurde Michael Hübner in Köln, dann zog nach Düsseldorf und kam schließlich nach Meerbusch. „Das sind meine Lebensstationen.“

Natürlich habe man ihn gefragt, was ihn zu so einem Schritt bewegt - aus einer unkündbaren Stelle und dann noch im Alter von 58 Jahren zu kündigen - ohne eigentlich ein genaues Ziel oder ein neues Projekt oder Job in Aussicht zu haben.

„Das klingt sicherlich sehr abenteuerlich“, gesteht er. Doch persönliche Gründe haben ihn zu dieser Entscheidung bewogen, ein neues Leben zu beginnen. Bereut hat er diese Entscheidung bis heute nicht.

„Ich wollte die letzten sieben Jahre meines Arbeitsleben einfach etwas anderes machen“, sagt er. Die diakonische Seniorenarbeit - das könne er sich gut vorstellen. „Es ist wie eine Vision, einfach etwas ganz Neues zu starten“, so der Sozialpädagoge.

Was er missen wird ist die Theaterarbeit in der Evangelischen Kirchengemeinde. „Ich habe das sehr gerne gemacht, ganz gleich, welche Art von Theater ich inszeniert habe - ob Puppentheater, Menschenschatten-Theater oder auch ’generationsübergreifendes Theater’. Theater steht eigentlich sinnbildlich für mich“.

Hier konnte er die persönliche Entwicklung von Jugendlichen fördern. Viele schöne Erinnerungen sind ihm geblieben und er ist froh, dass er viele kreative Prozesse umsetzen konnte. „Es ist nur schade, dass den Jugendlichen und Kinder immer weniger Freizeit bliebt, da sie immer länger in der Schule verweilen müssen“, sagt er.

Beeindruckt hat ihn vor allem die Kraft des Ehrenamtes, die ihn für Kirche und Glaube bewegt hat. Da wundert es auch nicht, dass er ehrenamtlich die Theatergruppe innerhalb der Gemeinde weiterführen wird. „Theater war immer eine durchgängige Größe in meinem Leben“.

(Report Anzeigenblatt)