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Export-Schlager „Deutsch Café“

Export-Schlager „Deutsch Café“
Der Meerbuscher SI Club besuchte den Partner-Club der Soroptimisten in Belgien. FOTO: SI Meerbusch
Meerbusch/Veurne. Der Soroptimist International Club Meerbusch ist einen Friendship Link mit dem belgischen SI Club von de Veurne / Westhoek eingegangen. Die Belgierinnen planen ähnliche Projekte für weibliche Flüchtlinge wie die Meerbuscher Soroptimistinen. Beide Clubs freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit! Von Kellys Grammatikou

Nun ist es offiziell: Der Soroptimist International Club Meerbusch ist mit dem belgischen SI Club von de Veurne / Westhoek durch einen Friendship Link verbunden. Ein solcher Link ist eine Freundschaft zwischen SI-Clubs verschiedener Länder und stärkt die internationale Zusammenarbeit durch regelmäßige Besuche und regen Austausch über die Projektarbeit.

Der Kontakt zwischen den SI-Clubs besteht bereits seit letztem Jahr. Beide Clubs engagieren sich für Flüchtlinge und waren auf der Suche nach Erfahrungsaustausch. Und da die Soroptimisten ein gutes Netzwerk sind, wurde die Verbindung schnell hergestellt.

Nun reisten zehn Meerbuscher Soroptimistinnen zum Club von de Veurne / Westhoek an die Küste. Das Wochenende war geprägt von vielen Gesprächen, Ideen und Enthusiasmus. „Wir können viel voneinander lernen, zum Beispiel im Bereich Fundraising und Sponsoring“, so Katrin Weber von den Meerbuscher Soroptimisten.

Ein erster Besuch der Belgierinnen fand bereits im April 2017 in Meerbusch statt. Die Gäste besichtigten das Deutsch Café in Büderich und nahmen die Idee mit nach Belgien. Dort entsteht nun ein ähnliches Projekt, das sich vor allem auf das Mentoring von geflüchteten Frauen konzentrieren soll.

„Das Deutsch Café brachte uns zusammen – das ist unser kleiner Export-Schlager“, meint Katrin Weber. „Die Probleme sind eben überall die gleichen. Oft sind die Mütter mit ihren Kindern tagsüber Zuhause, sprechen nur ihre Muttersprache und finden keinen Anschluss zu den Menschen und der Sprache des Gastlandes. Dabei sind die Frauen in den Familien der wichtigste Hebel, um Integration zu stärken. Viele Flüchtlingsfrauen sind noch jung, ohne Ausbildung und sehr motiviert, einen Beruf zu nergreifen.“

Die Soroptimisten setzen genau hier an und unterstützen die Frauen bei Behördengängen sowie Übersetzungsproblemen und vermitteln ihnen dabei auch immer ein Stück des Frauenrollenverständnisses in Deutschland.

Dass schon in Belgien die Idee des Cafés übernommen wurde, bestärkt die Meerbuscherinnen in ihrem Projekt. Die Verbindung mit den Belgierinnen wird fortbestehen, da sind sich alle Frauen sicher. Denn sie verbindet das Engagement für ein Selbstverständnis der Frauenrechte – in allen Ländern.

(Report Anzeigenblatt)
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