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Wenn reichlich Kunstblut fließt
Zum Glück werden die Schulsanitäter vom Meerbusch-Gymnasium hier nur auf die Probe gestellt. Foto: Privat

Wenn ein Unfall passiert, sollte dem Verunfallten möglichst schnell geholfen werden. Auch in der Schule gibt es hin und wieder Situationen, in denen es sich auszahlt, wenn Schüler als erprobte Schulsanitäter ausgebildet sind – so wie am Meerbusch-Gymnasium, wo die jungen Ersthelfer jetzt ihr Können unter Beweis stellten.

Strümp. Zum Glück war alles nur ein Spiel, als sich sechs Verletzte auf den  Sporthallenboden  des  Städtischen  Meerbusch-Gymnasiums  unter  ihren Schmerzen wanden. Doch  dann  kamen  sie: Die kleinen und großen Helfer der Stufen 6 – 11 und begannen  gleich  mit  ihrer „Sani-Prüfung“, die für viele nach zwei Jahren AG-Besuch stattfindet.

Eine  Akrobatik-AG  habe  stattgefunden, es wurde eine Pyramide gemacht und diese  sei  zusammengestürzt,  berichten  die Opfer. Das heißt, es erzählen die, die noch reden können.  Erschreckend  echte  Wunden lassen sich finden, ein Schüler sogar mit einer tragisch  realitätsnahen Wunde am Kopf, für ihn muss sogar der Krankenwagen gerufen werden.

Nicht  nur die Opfer müssen richtig behandelt werden, auch Schaulustige und andere unerwünschte Besucher müssen von den Schülern ferngehalten werden. Schnell  wird  klar, dass nicht alle den Überblick behalten, doch zum Glück sind  einige  erfahrene  Schulsanitäter  dabei,  die alles beobachten – den Sanis allerdings nicht helfen dürfen. „Bei dieser Prüfung kann man aber nicht durchfallen,“, erklärt Ronja Polte-Distelhoffm die schon einige Jahre Schulsani-Erfahrung hat, „Sie ist ein Test - ein Probealarm für Sanitäter.“

Neben  der Schulleitung und einigen „echten“ Schaulustigen auf der Tribüne, sind  auch  zwei ausgebildete Sanitäter der Johanniter anwesend und prüfen, ob die kleinen Sanis ihnen alle Fragen beantworten können. Abschließend können die Opfer sagen, wie ihnen geholfen oder vielleicht auch nicht geholfen wurde, um die Schulsanitäter auf ihre Fehler aufmerksam zu machen.
Der Test soll die jungen Ersthelfer schließlich so gut wie möglich auf den Ernstfall vorbereiten, aber niemandem Angst vor der Aufgabe machen.

Wer  selbst  an  der Sani-AG interessiert ist, kann sich jederzeit bei Elif Ödzemir melden: „...und vielleicht seid ihr es ja bald, die Kunstblutwunden verarzten dürft“.



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