| 13.52 Uhr

Richtiger Sonnenschutz beugt Hautkrebs vor

Meerbusch. Die UV-Strahlung der Sonne zählt zu den Hauptrisikofaktoren für Hautkrebs. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde UV-Strahlung in die höchste Krebsrisikogruppe eingestuft. Prävention beim Sonnenbaden ist daher unverzichtbar. Von Alexander Ruth

Können Sie sich noch an den winterlichen Start dieses Frühlings erinnern? Nein? Kein Wunder, denn laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist dieses Frühjahr das zweitwärmste seit Messbeginn im Jahr 1951 (Nr. 1 ist das Frühjahr 2007). Sonnenanbeter freuen sich über den Frühstart des Sommers. Doch Vorsicht! „Der Wunsch nach attraktiver Bräune kann einen hohen Preis haben“, appelliert Marco Funke vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Mönchengladbach. „Denn die UV-Strahlung der Sonne zählt zu den Hauptrisikofaktoren für Hautkrebs.“ Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde UV-Strahlung in die höchste Krebsrisikogruppe eingestuft. Prävention beim Sonnenbaden ist daher unverzichtbar. Marco Funke gibt Tipps zum richtigen Sonnenschutz:

Ich empfehle hochwertige Sonnenschutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 sowie hohem UV-A- und auch UV-B-Schutz, um einen Sonnenbrand zu verhindern. Je höher der Lichtschutzfaktor, desto höher und länger die Schutzwirkung vor der Sonne. Auch sollte Sonnencreme, -milch oder -spray möglichst frei von Duft- und Konservierungsstoffen sein. Sonnenallergiker lassen sich am besten in der Apotheke beraten.

Sonnenschutzmittel werden am besten eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufgetragen, damit sie rechtzeitig einwirken können. Alle unbedeckten Hautregionen sind großzügig einzucremen wie das Gesicht, insbesondere Nase und Ohren, sowie auch Nacken und Kniekehlen. Idealerweise wird alle zwei Stunden erneut eingecremt, denn beim Baden oder durch Schwitzen geht die Wirkung von Sonnenschutzmitteln verloren.

Werfen Sie sie besser weg. Nach dem Verfallsdatum ist der Schutz nicht mehr gewährleistet.

Personen mit heller Haut, rötlichen oder blonden Haaren und einer hohen Anzahl vererbter Pigmentmale sind besonders gefährdet. Bei ihnen führt UV-Strahlung schneller zu Hautschädigungen und damit zu Hautkrebs. Je dunkler die Haut ist, desto besser kann sie sich vor der Sonne schützen. Ausreichend Sonnenschutz ist aber für alle Hauttypen wichtig.

Und Achtung! Babyhaut ist äußerst empfindlich, daher besonders zu schützen. Kinder unter zwei Jahren sollten sich immer im Schatten aufhalten, möglichst UV-dichte, dunklere Kleidung tragen und an allen unbedeckten Körperstellen mit einem Sonnenschutzmittel sorgfältig eingecremt werden.

Unbedingt, denn zwei Drittel des UV-Lichts durchdringen auch einen bedeckten Himmel.

Meiden Sie die besonders intensiv strahlende Mittagssonne! Suchen Sie sich schattige Plätze. Da die UV-Strahlung auch dorthin gelangt, im Schatten ebenfalls für Sonnenschutz sorgen. Empfehlenswert sind ferner lange, atmungsaktive Kleidung und ein Sonnenhut zum Schutz vor UV-Licht. Der Handel bietet lichtundurchlässige Textilien aus speziellen Materialien und Farben.

Sofort raus aus der Sonne und die betroffenen Stellen rasch kühlen – unter der Dusche oder mit feuchten Tüchern. Ist der Körper nach dem Sonnenbad sehr erhitzt, am besten lauwarmes statt kaltes Wasser verwenden. Zur Linderung helfen anschließend eine spezielle Lotion, kühlende Salbe oder ein Gel aus der Apotheke, die auf die verbrannten Stellen aufzutragen sind. Ist der Sonnenbrand sehr stark, sollten Betroffene einen Arzt um Rat fragen. In jedem Fall ist ein Sonnenbrand zu vermeiden, denn er erhöht das Risiko für Hautkrebs.

(Report Anzeigenblatt)
Weitere Empfehlungen für Sie!Anzeige