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Platz zwei für Stadtradler!

Platz zwei für Stadtradler!
Freuen sich, in diesem Jahr beim „Stadtradeln“ mitgemacht zu haben (v.l.): Jürgen Dzierzan, Christa Jährling, Dana Frey von der Stadt Meerbusch und „Stadtradel-Star“ Norbert Münks. FOTO: Stadt Meerbusch
Meerbusch. Die Stadt Meerbusch ehrte jetzt symbolisch die Gewinner der Aktion „Stadtradeln 2017“. Die Stadt wünscht sich, dass in Zukunft noch mehr Schulen und Vereine teilnehmen. Von Alexander Ruth

Sie haben drei Wochen auf andere Fortbewegungsmittel (so weit es geht) verzichtet und nur das Rad genutzt. Und es hat sich gelohnt: Meerbusch ist bei der Aktion „Stadtradeln 2017“ mit 57.365 Kilometern auf Platz zwei im Rhein-Kreis Neuss gelandet. 197 Radler haben in Meerbusch in 24 Teams mitgemacht. Im Schnitt legte damit jeder einzelne Radler im Zeitraum vom 24. Juni bis 14. Juli 291 Kilometer pro Person zurück. Jetzt verteilte die Stadt Meerbusch ihre symbolischen „Dankeschön-Preise“ an per Losverfahren ermittelte Gewinner. Darunter: Christa Jährling (58) und Jürgen Dzierzan (55). Der 57-jährige Norbert Münks war ebenfalls vor Ort – und konnte seine Leidenschaft für das Rad nicht verbergen. Kein Wunder, er ist in diesem Jahr auch der „Stadtradel-Star“, das Aushängeschild der Stadt Meerbusch für die Aktion. Der Sparkassen-Bankkaufmann ist in Meerbusch bekannt und beliebt. „Wir sind mittlerweile sogar ein Freundeskreis mit rund 15 Personen, die ganze Wochenendausflüge mit dem Rad erledigen.“ Seit Jahren fährt er von seinem Wohnort in Osterath mit dem Rad zur Sparkassen-Filiale in Lank-Latum. „Der Anzug hängt im Büro, das ist kein Problem.“ Stadtradler Jürgen Dzierzan war zwar unter der Woche nicht mit dem Rad unterwegs, dafür aber jedes Wochenende. „Mein Schwiegervater hat mich zu der Aktion überredet“, gesteht er. Der 84-jährige Walter Frömmel schaffte in den Wochen sogar weit über 500 Kilometer. Für Christa Jährling aus Osterath war es dieses Jahr bereits das zweite Mal, dass sie beim „Stadtradeln“ teilnahm. „Letztes Jahr habe ich meine Kilometer allerdings für Krefeld eintragen lassen.“ Tststs, möchte man da meinen. Ob sie alle bei ihren Fahrten in und um Meerbusch auch gefährliche Stellen gefunden haben? Ja, die gibt es auch. Ein Beispiel: „In Strümp an der Alten Tankstelle sind gerade Radfahrer und Autofahrer gleichermaßen irritiert, wer denn nun Vorfahrt hat“, sagt Norbert Münks. Die Stadt und die Straßenmeisterei seien nach Angaben von Dana Frey an der Sache dran, es würde nur noch ein wenig Zeit dauern, bis die Arbeiten an der kleinen Querungsinsel beendet sind. Alle Stadtradler sind sich aber einig, dass Radfahren in Meerbusch Spaß macht. „Wenn man es wie ich vor und nach der Arbeit macht, geht man viel entspannter durch den Tag“, so „Stadtradel-Star“ Norbert Münks.

Per App-Eintrag oder über das Telefon meldeten Meerbuschs Stadtradler täglich ihre Kilometer. „Ein System, das ganz gut klappt“, sagt Dana Frey, Abteilungsleiterin „Umwelt und Klimaschutz“ der Stadt Meerbusch. Dass Meerbusch „nur“ den zweiten Platz geholt hat, hat den Ehrgeiz bei vielen geweckt. Nächstes Jahr soll es mehr werden: „Das ist schon eine tolle Leistung“, sagt Dana Frey, Abteilungsleiterin „Umwelt und Klimaschutz“ der Stadt Meerbusch. Allerdings sei da, sagt sie mit einem Augenzwinkern, aber noch ein wenig Luft nach oben: „Gewonnen hat Dormagen, aber nur, weil bei denen vor allem Vereine mitgemacht haben.“ Und auch Schulen könnten nächstes Jahr mitmachen. Weitere Gewinner: Tina von Rekowski, Dieter Beestermöller, Anne Kersting, Rolf Bonnen und Christoph Stuhldreier.

(Report Anzeigenblatt)